Auch der Künstler Theo Richter hat „Step Back“ in seinem Atelier laufen lassen und währenddessen begonnen, ein bereits fertiges Bild noch einmal zu verändern. Aus einem Ursprungswerk entwickelte sich etwas Neues, das heute den Titel „Geburt einer Berglandschaft“ trägt.
Ein Bild, das eine eigene Geschichte erzählt, das andere Bewegungen offenbart und Schichten freilegt.
Sehr spannend dabei ist, dass dieses Kunstwerk „Step Back“ nicht einfach abbildet. Vielmehr wirkt es so, als hätte es auf seine eigene Weise darauf reagiert und dem Track noch einmal eine andere Bedeutung gegeben.
All die Formen, Strukturen und Farben bewegen sich aufeinander zu, verdichten sich und lösen sich wieder. Und obwohl das Bild stillsteht, ist darin erstaunlich viel Bewegung zu spüren.
Für mich ist es sehr gut nachvollziehbar, wenn ein Werk, egal aus welcher Kunstrichtung, irgendwann nach Veränderung verlangt. Wenn etwas, das einmal stimmig war, später eine andere Gestalt sucht. Vielleicht ist das im Leben manchmal ähnlich. Etwas war einmal im Fluss, gerät später ins Stocken oder fühlt sich nicht mehr ganz stimmig an. Dann braucht es manchmal keine komplette Neuerfindung, sondern eine Veränderung, eine Verschiebung, etwas, das wieder Bewegung hineinbringt. Bei Musik erlebe ich das ähnlich. Manchmal zeigt sich erst mit etwas Abstand, was bleiben möchte, was sich verändert und wohin ein Stück eigentlich will.
Danke, lieber Theo, dass du meiner Musik erneut Raum in deiner Arbeit gegeben hast. Es ist beeindruckend zu sehen, wie „Step Back“ in einer anderen künstlerischen Sprache weiterklingt.